A20 und Nordtangente: Wichtige Weichenstellungen für die wirtschaftliche Zukunft des Nordens
Trotz regnerischer Witterung folgten zahlreiche Interessierte der Einladung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Kreis Pinneberg und CDU Elmshorn zu einer Podiumsdiskussion im Industriegebiet am Gerlingsweg bei der Firma Auto-Pflegeservice Riewesell in Elmshorn. Im Mittelpunkt standen die Zukunftsprojekte A20, der Ausbau des Grenzweges (Nordtangente) sowie die Chancen der Net-Zero-Strategie für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
von links: Leiter der IHK-Geschäftsstelle Elmshorn Dr. Raab, Bundestagsabgeordneter Daniel Kölbl, CDU Ortsvorsitzender Kole Gjoka, stellvertr. Landesvorsitzender MIT Schleswig-Holstein Patrick Holtermann und Vorsitzender der CDU-Fraktion Elmshorn Immo NeGastgeber und Veranstalter Kole Gjoka begrüßte als Podiumsgäste den Bundestagsabgeordneten Daniel Kölbl, den Leiter der IHK-Geschäftsstelle Elmshorn Dr. Raab, den stellvertretenden Landesvorsitzenden der MIT Schleswig-Holstein Patrick Holtermann sowie den Vorsitzenden der CDU-Fraktion Elmshorn Immo Neufeldt.
Dr. Raab betonte die herausragende Bedeutung der Infrastrukturprojekte für den Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein und die gesamte norddeutsche Region bis nach Skandinavien. Die Vorhaben hätten eine weit über die Landesgrenzen hinausreichende Strahlkraft. Insbesondere im Zusammenhang mit der Net-Zero-Industriepolitik könnten neue Unternehmen angesiedelt und bestehende Standorte gestärkt werden. Die geplanten Wasserstofftrassen würden zusätzliche Planungssicherheit schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöhen.
Auch für den Mittelstand seien die Vorteile erheblich: Kürzere Transportwege, eine verbesserte Verkehrsanbindung, der Zugang zu erneuerbaren Energien sowie die gute Erreichbarkeit wichtiger Häfen wie Hamburg, Bremerhaven, Brunsbüttel, Kiel und Esbjerg würden die Standortbedingungen nachhaltig verbessern.
Daniel Kölbl unterstrich die bundesweite Bedeutung der A20 und verwies auf die Fortschritte beim Bauabschnitt im Bereich Bad Segeberg. Gleichzeitig machte er deutlich, dass naturschutzrechtliche Anforderungen – insbesondere der Schutz von Fledermauspopulationen – in der Vergangenheit zu erheblichen Verzögerungen geführt hätten.
Patrick Holtermann berichtete aus Gesprächen und Beratungen der MIT auf Bundesebene. Sowohl die A20 als auch der Ausbau des Grenzweges würden dort als bedeutende Infrastrukturprojekte für die wirtschaftliche Entwicklung Norddeutschlands wahrgenommen und unterstützt.
Immo Neufeldt zeigte sich erfreut über das große Interesse der Besucherinnen und Besucher. Er sieht insbesondere im Ausbau des Grenzweges erhebliche Chancen für Elmshorn: „Die Nordtangente wird die Erschließung und Attraktivität des geplanten Gewerbegebiets Bokhorst deutlich verbessern und damit neue Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Stadt schaffen.“
Ergänzend berichtete der CDU-Kreisvorsitzende Martin Balasus aus Kiel über die Arbeit des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Claus Ruhe Madsen, der die Projekte mit einer klaren überregionalen Perspektive vorantreibe. Für einen humorvollen Moment sorgte Balasus, als er eine symbolische „Bad Segeberger Fledermaus“ auf den Namen „Günter“ taufte.
Nach einer lebhaften Diskussion und zahlreichen Fragen aus dem Publikum klang die Veranstaltung bei einem gemeinsamen Imbiss aus. Für die kulinarische Versorgung sorgte Stefan Fels, mehrfach ausgezeichneter BBQ-Grillmeister.
Fazit der Veranstaltung: Der zügige Ausbau der A20 und der Nordtangente wird von Wirtschaft und Politik als entscheidender Baustein für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Region angesehen. Beide Projekte stärken die wirtschaftliche Entwicklung, verbessern die Verkehrsinfrastruktur und schaffen neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte im Kreis Pinneberg und darüber hinaus.